Manjaro 26.0 KDE Plasma

Manjaro 26.0 setzt (fast) ganz auf Wayland

Anfang Dezember stellten die Entwickler mit Manjaro 25.1.0 »Anh-Linh« eine Vorschau bereit, die jetzt als Manjaro 26.0 stabil veröffentlicht wurde. Die neue Version der auf Arch Linux basierenden Distribution bietet mit Plasma 6.5.4 und GNOME 49 zwei aktuelle Desktops, die standardmäßig in einer Wayland-Sitzung starten. Anwender, die weiterhin X11 benötigen oder bevorzugen, können auf Xfce 4.20 ausweichen. Der COSMIC-Desktop von System76 wird in Version 1.0.1 ausgeliefert, Cinnamon 6.6 und Budgie 10.9.4 sind ebenfalls verfügbar.

Aktuelle Kernel und Pakete

Manjaro 26.0 wird mit Kernel 6.18.3-2 ausgeliefert. Mit 6.12 LTS und 6.6 LTS steht zusätzlicher Support für ältere Hardware bereit. Wer ganz aktuell sein möchte, kann auf Linux 6.19-rc3 aktualisieren. Auch bei den vorinstallierten Paketen bietet Manjaro aktuelle Versionen. Mesa kommt als v25.3.2 auf die Platte, WirePlumber mit v0.5.13. Firefox steht bei 146.0.1, LibreOffice bei 25.8.4.

NVIDIA dünnt aus

Alte Zöpfe werden im Grafikbereich abgeschnitten. Der ausgelieferte NVIDIA-Treiber 590.48.01 schneidet Grafikkarten unterhalb der Turing-Architektur vom Support ab. Das betrifft ältere Karten etwa mit Pascal- und Maxwell-Architektur, die NVIDIA vor 10, respektive 12 Jahren auf den Markt brachte. Anwender mit diesen GPUs müssen einen älteren Treiber verwenden.

Downloads

Links zu den Live-Images mit KDE Plasma, GNOME oder Xfce stehen in den Release Notes bereit. Bestandsanwender können ihre Systeme wie gewohnt per sudo pacman -Syu auf den neuesten Stand bringen.

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9 Kommentare

  1. Aufpassen beim Update. Bei mir bleiben die Rechner mit verschlüsselten LUKS Partitionen beim booten hängen. Auch nach laufen lassen von “install-grub” und “update-grub”. Wenn jemand eine Lösung hat vernehme ich das gerne.

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  2. Vor diesem Update warne ich. Ich habe eine GP104 [GeForce GTX 1070 Ti], die meiner Ansicht nach nicht so alt ist, und trotzdem bleibt der Rechner beim Booten hängen, und das war’s dann. Gott sei Dank habe ich auf demselben Rechner noch LMDE. Ich hatte gerade angefangen, Windows-Skeptikern Linux zu empfehlen, aber ich fürchte, die Umstellung auf Wayland (die ich befürworte) führt dazu, dass man die nächsten zwei Jahre herumbasteln muss, und viele hassen das wie die Pest.

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      1. Manjaro hat auf Wayland umgestellt. Ich habe auf zwei physikalischen Rechner Nvidia-Graphikkarten. Mit dem “nativen” Linuxtreiber gibt es einen total ruckeligen und verzögerten Bildschirm. Um arbeiten zu können, muss ich die Nvidiatreiber installieren, und die wiederum gibt es nur für den Kernel 612. So der praktischen Zusammenhang.

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    1. Für die “alten” NVIDIA Karten gibt es einen anderen Treiber. Beim Update unter Arch gab es einen Hinweis, welchen Treiber man für welche Generation von NVIDIA Karten nehmen soll.
      Jetzt mal ehrlich, verstehe Leute mit Manjaro auch nicht. Ich habe noch nie so oft mein System zerschossen wie nach einem Manjaro Update.
      Ich bin auf Arch, würde auch nur Arch oder CachyOS empfehlen, wenn man ein Rolling Release möchte. Es tut mir leid es sagen zu müssen, andere Arch Distros taugen nicht viel.
      Du kannst aber mit einem Boot Stick in dein System “chrooten” und dann den richtigen Treiber installieren.

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