Manjaro Immutable

Erstes Manjaro Immutable Image verfügbar

Wie vergangene Woche berichtet, plant die auf Arch Linux basierende Linux-Distribution Manjaro eine unveränderliche Ausgabe. Dafür ist nun ein erstes experimentelles Abbild erschienen.

Arkane Linux als Basis

Manjaro Immutable basiert auf der Vorarbeit von Arkane Linux, einem minimalistischen unveränderlichen Arch-Derivat. Die Unveränderlichkeit von Arkane und mithin auch von Manjaro Immutable beruht auf Arkdep, einem von den Entwicklern von Arkane entwickelten Toolkit zum Erstellen, Bereitstellen und Warten eines unveränderlichen, atomaren, btrfs-basierten Systems. Auch hier gilt der Ansatz des Minimalismus, die Konfiguration erfolgt über eine Textdatei.

Grafischer Installer

Mit dieser experimentellen Veröffentlichung will das Team Feedback sammeln und die Erwartungen der Community erfahren, sie eignet sich nicht zum produktiven Einsatz. Das Abbild startet nur auf UEFI-Systemen und benötigt mindestens 32 GByte Platz auf der Platte. Eine Installation mittels eines grafischen Installers ist auf realer Hardware und in virtuellen Maschinen möglich.

Nicht alles funktioniert

Nach der Installation war BoxBuddy als grafische Oberfläche für Distrobox die einzig installierte Anwendung. Damit können auch Terminalverweigerer andere Distributionen mit wenigen Mausklicks installieren. Mehr Software lässt sich über den GNOME Store schnell in Form von Flatpaks installieren. Zumindest einen Browser hätte man aber vorinstallieren können. Laut Anleitung sollte es möglich sein, das System auf KDE Plasma umzustellen, was allerdings in Qemu nicht funktioniert hat.

Offizieller Status angestrebt

Manjaro Immutable strebt nach einem offiziellen Status im Manjaro-Portfolio. Bei der Namensgebung sollten die Entwickler vielleicht berücksichtigen, das die anderen Protagonisten des Genres wie Vanilla OS, Fedora Silverblue und UBlue mittlerweile von der Bezeichnung Immutable abrücken, da sie technisch nicht korrekt ist und dafür Atomic vorziehen.

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6 Kommentare

    1. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.
      Nicht beschreibbares root-Filesystem.
      Bei jeder Installation ein Neustart.
      Kann man also gleich Windows nehmen.
      Für mich erschließt sich der Sinn darin nicht bzw. der Aufwand und das rebooten isses mir nicht wert.

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    2. Steht im Kommentar von tux nix eins drüber:

      Was all diesen Ansätzen gemein ist, ist der Versuch, ähnlich wie bei Android, eine Anordnung zu schaffen die servicefrei upgradefähig und unkaputtbar massentauglich ist.

      Wenn du mal versucht hast, heillos verbaselte Systeme von reinen Endnutzern ernsthaft zu supporten, wirst du die Wohltat von Snapshots/Rollbacks und dem A/B-System zu schätzen wissen.

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  1. Versuch der Begriffsklärung (jedenfalls soweit ich es verstanden habe)
    immutable – unveränderlich heißt, dass root zur Laufzeit nicht beschrieben werden kann.
    atomic – atomar besagt, dass für jedes Upgrade ein einzelnes subvolumen angelegt wird.
    Manjaro dürfte mit dem neuen Ansatz beides tun, jedenfalls steht bei Arkane zu lesen: “Arkane Linux is an opinionated, immutable, atomic Arch-based distibution”

    Interessanter wie diese Schlagworte, dürfte es sein, mal zu schauen wie das jeweils verwirklicht wird und worin im Detail die Unterschiede liegen. Hierzu eine recht interessante Unterhaltung: https://github.com/arkanelinux/arkdep/issues/3

    Was all diesen Ansätzen gemein ist, ist der Versuch, ähnlich wie bei Android, eine Anordnung zu schaffen die servicefrei upgradefähig und unkaputtbar massentauglich ist.

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