Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern schloss im vergangenen Herbst eine Kooperationsvereinbarung zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung mit Schleswig-Holstein und hat die strategische Zusammenarbeit der IT-Dienstleister der Länder erst kürzlich intensiviert. Das nördlichste Bundesland machte bereits in den vergangenen Jahren ernst mit Open Source.
Nextcloud statt SharePoint
Jetzt berichtet Heise über einen Wechsel in den Amtsstuben von Mecklenburg-Vorpommern von Microsofts SharePoint, einer cloudbasierten Plattform für Zusammenarbeit und Dokumentenverwaltung, hin zur in Deutschland entwickelten Alternative Nextcloud. Die ersten 5000 Mitarbeiter seien bereits umgestellt worden, insgesamt sollen es jedoch zehnmal so viele werden.
KI aus europäischer Entwicklung
Beim Thema KI soll Mecklenburg-Vorpommern etwa bei der Entwicklung des landeseigenen Verwaltungs-Chatbots Lea auf europäische Open-Source-Technologie wie Mistral aus Frankreich setzen. Zudem hat sich das Land der F13-Initiative angeschlossen, einer vom Land Baden-Württemberg entwickelten, datenschutzkonformen KI-Assistenz speziell für die öffentliche Verwaltung, die seit Juli 2025 als Open Source verfügbar ist und Behörden, Kommunen und Ministerien als digitale Alternative zu kommerziellen Big-Tech-Lösungen dienen soll. Eine vollständige Abkehr von Microsoft als Betriebssystem scheint, anders als in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern derzeit nicht geplant zu sein.
Bild: Schloss zu Schwerin, Sitz des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern | Lizenz: GFDL | Foto von Kolossos
