Mint-Chefentwickler Clement Lefebvre hat in seinem Report für April unter anderem drei Veröffentlichungen von Linux Mint für den Sommer angekündigt. Neben der Veröffentlichung von Linux Mint 21.2 »Victoria« avisierte er die Veröffentlichung von LMDE 6 (Linux Mint Debian Edition) sowie einem Image von Linux Mint Edge. Die Veröffentlichungen sollen in dieser Reihenfolge mit etwa einem Monat Abstand freigegeben werden.
LMDE 6 mit »Bookworm«-Basis
Von Linux Mint 21.2 ist bisher nur bekannt, dass Ubuntu 22.04.2 die Basis stellen wird, der Kernel aber bei Linux 5.15 LTS verbleiben soll, anstatt wie die Ubuntu-Basis mit 5.19 ausgestattet zu sein. Aber das Hauptaugenmerk liegt derzeit laut Lefebvre mehr auf LMDE 6, das auf Debian 12 »Bookworm« basiert. Vom Edge-ISO wissen wir nur, dass es mit Linux 5.19 als Kernel kommt. Ein detaillierter Zeitplan ist noch nicht verfügbar, außer dass Linux Mint 21.2 gegen Ende Juni erscheinen soll.
Warpinator gehärtet
Des Weiteren berichtet Lefebvre über die fortschreitende Härtung des hauseigenen Tools Warpinator, das den einfachen Austausch von Daten zwischen Rechnern im gleichen Netzwerk erlaubt. Kürzlich erhielt das Tool Unterstützung für die Techniken landlock und bubblewrap, die mittels Sandboxing dafür sorgen, dass Warpinator nicht außerhalb seines speziellen Download-Ordners schreiben kann.
Ein Update von Ubuntus signiertem Shim für Secure Boot führte zu Kompatibilitätsproblemen mit älteren Ubuntu-Ausgaben und seinen Derivaten. Wer dadurch Probleme bei der Installation von Mint hat, soll Secure Boot im BIOS deaktivieren, bis das Problem gelöst ist.
Weitere kleine Änderungen bei Tooltips und Benachrichtigungen sollen für einen saubereren und moderneren Gesamteindruck des Desktops sorgen. Tooltips waren bisher uneinheitlich, je nachdem, von wo sie kamen (GTK2, GTK3, Cinnamon). Anstatt wie bisher mit gelbem Hintergrund erscheinen sie jetzt mit der Akzentfarbe.

Wenn LM 21.2 Ende Juni erscheint, könnte LMDE 6 Ende Juli folgen.
Das wär ja schön, wenn LMDE6 schon so früh nach dem Debian 12 Release erscheint. Ich meine mich zu erinnern, dass LMDE schon mal fast den Unterstützungszeitraum des genutzten Debian gerissen hat.
Ich vermute, LMDE wird dem Projekt graduell wichtiger, wo ja Ubuntu immer mehr Pakete streicht, um sie als Snaps zu verteilen und LM nicht unbegrenzt Arbeit in das maintainen von Apps stecken kann/will.
Debian ist ja auch hoffentlich schon auf dem Weg, sich einer größeren Benutzerschaft zu öffnen, wie Debian 12 mit der inklusion von Firmware zeigt.
Ich drück LM und vor allem LMDE die Daumen.