Die neue ESR-Ausgabe von Thunderbird mit der Versionsnummer 128 hört auf den Codenamen »Nebula« und basiert auf Thunderbird 115 »Supernova« von vor ziemlich genau einem Jahr. Bescherte uns v115 eine völlig überarbeitete Oberfläche, so wird diese mit Thunderbird 128 behutsam weiter angepasst.
So wurden Ansicht und Verhalten der mit v115 neu eingeführten Nachrichtenkarten überarbeitet. Das Layout ist jetzt ansehnlicher und erleichtert das Durchsuchen von E-Mail-Threads sowie das schnellere Erfassen von Informationen. Außerdem passt sich die Höhe der E-Mail-Karten automatisch an die jeweiligen UI-Einstellungen an.
Akzentfarben
Thunderbird bietet jetzt eine verbesserte Theme-Kompatibilität, was sich bei Linux besonders für Anwender von Ubuntu und Linux Mint bemerkbar macht. Thunderbird soll sich dort nahtlos in die Desktopumgebung einfügen und die gesetzten Akzentfarben des Systems übernehmen. Auch die Farben der Kontosymbole können nun individuell gestaltet werden. Diese Farben erscheinen auch in der „Von“-Auswahl beim Verfassen von E-Mails und verleihen E-Mails eine persönliche Note. Zudem wurde die Menüführung gestrafft, was auch das Kontextmenü einbezieht.
Zukünftige Funktionen von Exchange und Mozilla Sync
Eigentlich sollte die Unterstützung für Exchange sowie für Mozilla Sync mit Thunderbird 128.0 ausgeliefert werden. Obwohl diese Funktionen kurz vor der Fertigstellung stehen, haben technische Umstände verhindert, dass sie bereits jetzt offiziell verfügbar sind. Sie werden in einer der nächsten Punktversionen für die Allgemeinheit nachgereicht. Fortgeschrittene Benutzer können eine initiale Implementierung von Exchange, die auf Mail beschränkt ist, bereits jetzt testen. Sie muss zunächst aktiviert werden. Wie das geht, erläutert ein Beitrag im Wiki.
Verrostet
Der Code wurde durch die weitere Integration der ursprünglich bei der Mozilla Foundation entwickelten Programmiersprache Rust optimiert und damit die Qualität und Leistung verbessert. Diese für den Anwender unsichtbare Überarbeitung ermöglicht es, Funktionen zwischen der Desktop- und der zukünftigen mobilen Version von Thunderbird zu teilen und so den Entwicklungsprozess zu beschleunigen.
Zurzeit wird Thunderbird Version 128.0 nur als direkter Download angeboten, die Aktivierung der automatischen Updates erfolgt erst nach einer ausgiebigen Testphase. Die Release Notes bieten einen detaillierten Überblick über alle weiteren Neuerungen.

Das einzige Positive, welches ich erkennen kann: Das Kontextmenü ist mit 128 geschrumpelt.
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Finde ich nicht so toll:
https://www.heise.de/news/Fuer-Werbung-Firefox-sammelt-ab-sofort-standardmaessig-Nutzerdaten-9801279.html
Falsch daran ist, dass es opt-out ist. Das hat der Entwickler zwar schlüssig erklärt, warum es in diesem Fall opt-out ist, aber für den User ist das natürlich nicht akzeptabel. Muss man halt deaktivieren.
Bin seit Ewigkeiten zufriedener Nutzer von Thunderbird, und freue mich über die langsame doch stetige Verbesserung (habe mich neulich sogar zu einer kleinen Spende hinreißen lassen). Ich bin gespannt, wann es endlich wieder News zur mobilen Version gibt (zur Zeit bekannt als K9 Mail).
Es gab die letzten Tage was, war aber nichtssagend. Die einzige Info war, dass sie zwei identische Versionen unter verschiedenen Namen bringen: Thunderbird Mobile und K-9 Mail.
Da bin ich mal gespannt was dabei rauskommt. Muss nur noch warten bis es in den Repo’s drin ist.
Die 115er Version ist eigentlich gelungen, meiner Meinung nach.
Das mit den Repos wird erfahrungsgemäß ne Weile dauern (Wochen/Monate).
Ging dann doch schneller als gedacht. Wird ab sofort verteilt.