Einen Tag nach dem 20. Geburtstag, der die Veröffentlichung von Fedora Core 1 feiert, erscheint Fedora 39. Die Veröffentlichung musste aufgrund von Release-kritischen Fehlern ein paar Mal verschoben werden, doch nun ist sie generell verfügbar.
Die Grundbausteine von Fedora 39 sind Linux 6.5 als Kernel und im Gegensatz zu Ubuntu ein GNOME 45 ohne Anpassungen als Desktop-Umgebung der Workstation-Ausgabe. Wie üblich wird auch die GNU Toolchain unter anderem mit GCC 13.2, LLVM 17, Binutils 2.40 und Glibc 2.38 aktualisiert. Während Red Hat LibreOffice nicht mehr mit Paketen unterstützt und auf das Flatpak verweist, kommt Fedora 39 mit LibreOffice 7.6.2 als Community-RPM.
Was fehlt
Bei der Vorstellung der Beta-Version vor rund sechs Wochen sagte Projektleiter Matthew Miller, dass dieses Release in gewisser Weise vorrangig durch das hervorsticht, was fehlt. Zwei geplante wichtige Änderungen wurden nicht rechtzeitig fertig und werden in einem späteren Release nachgereicht. Dabei geht es um die Auslieferung von DNF5, der neuen Version des Fedora-Paketmanagers Dandified YUM, kurz DNF und um den Next-Gen-Installer Anaconda Web UI. Der bereits angenommene Vorschlag, das schnellere DNF5 als Standard zu setzen, ist auf Fedora 41 verschoben worden. Auch der neue Installer ist bislang nicht bereit für seinen ersten Auftritt, der nun für Fedora 40 ansteht.

Mehr Immutability
Dafür gibt es aber mit Fedora »Onyx« einen neuen Spin als offizielle Variante von Fedora. Damit gesellt sich Fedora Budgie zu den bereits angebotenen Immutable-Varianten Fedora Silverblue, Fedora Kinoite und Fedora Sericea. Die Grundlagen RPM-OSTree, Toolbox, Flatpak und Podman kommen auch bei »Onyx« zum Einsatz. Für Fedora Kinoite, die Immutable-Ausgabe des Fedora-KDE-Spin, sind Auto-Updates jetzt aktiviert. Das wird möglich, da Plasma Discover gelernt hat, automatische rpm-ostree staged updates durchzuführen. Ebenfalls neu ist ein offizielles Fedora-Cloud-Image für Microsoft Azure.
Modularisierung eingestellt
Die seit 2017 umgesetzte Modularisierung von Fedora findet mit Ausgabe 39 ein Ende. Fedora beendet damit die Erstellung von Modulen. Die Pakete fedora-repos-modular und fedora-repos-rawhide-modular werden in den Ruhestand versetzt. Wenn Fedora 38 das Ende der Unterstützung erreicht, wird auch der Module Build Service eingestellt. Der Grund ist, dass niemand die Funktion mehr betreut. Red Hat fragte bereits an, welche Funktion an die Stelle der dort intensiv genutzten Application Streams treten soll. Eine Antwort steht noch aus.
Ruhiges Release
Bei den Fedora-Spins mit abweichenden Desktops können Anwender unter anderem zwischen KDE Plasma 5.27 LTS, Xfce 4.18, Budgie 10.8, Cinnamon 5.8 und LXQt 1.3 wählen. Wenn man Fedora kennt, so wirkt 39 durch das Fehlen der verschobenen Neuerungen fast etwas zahm und ereignislos. Dafür blieb es auch in der Beta-Phase ohne Probleme im täglichen Betrieb. Und schließlich gibt es als krönendes Tüpfelchen auf dem i nun einen farbigen Prompt. Alles gut.

Cool ich musste Silverblue nur neustarten und hab nun Version 39 am Start. So muss das sein 🙂
Liebe Redaktion. Sollte es nicht treffender heißen “Fedora 39 mit GNU/Linux 6.5”? GNU immer zu erwähnen hat den Nutzen, dass es sich einprägt. Klar, irgendwann ist man bei der Diskussion “Sollte es nicht GNU-Linuxnews.de” angelangt. Ich meine hier jedoch lediglich, das GNU bei der Erwähnung von Linux so oft wie möglich zu nutzen, einige machen in Foren. Ich finde das gut. GNU ist ie Basis für all die Distrtibutionen wie Fedora, und das vergessen viele oder wissen einfach nicht.
Kann man machen, mache ich aber nicht durchgehend, meist, weil ich es vergesse.
In dem Artikel geht es um den Linux-Kernel. GNU hat mit dem Kernel nichts zu tun. Da wäre die Bezeichnung GNU/Linux einfach verkehrt.