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Flathub verschärft Regeln für KI-generierten Code

Flathub hat seine Richtlinien zur Nutzung generativer KI grundlegend überarbeitet. Ein Commit auf GitHub mit dem Titel »Reword LLM policy to make it clear it’s not allowed« bringt es auf den Punkt: KI-generierter oder KI-unterstützter Code ist ab sofort nicht mehr erwünscht. Das gilt nicht nur für die Apps selbst, sondern auch für den Einreichungsprozess. Aber es gibt eine Ausnahmeregelung.

Neue Richtlinie

Die neue Richtlinie verbietet Anwendungen, die KI-generierten oder KI-unterstützten Code, Dokumentation oder andere Inhalte enthalten – und das gilt nicht nur für den Code selbst. Auch Manifeste, Metadaten, Build-Skripte und sogar der Pull-Request-Text fallen unter das Verbot. Sie gilt nur für neu eingereichte Projekte, nicht für den derzeitigen Bestand.

Der eigentliche Auslöser ist weniger ein technisches Problem als ein menschliches. Maintainer Bart Piotrowski beschrieb auf Mastodon, dass Einreicher mit abgelehnten KI-Projekten teilweise alles andere als höflich reagierten. Linus Torvalds berichtete unterdessen, dass der Security-Reporting-Kanal des Linux-Kernels durch doppelte KI-generierte Bug-Reports kaum noch handhabbar sei, und cURL-Entwickler Daniel Stenberg beendete das Bug-Bounty-Programm seines Projekts, nachdem KI-generierte Einsendungen auf 20 Prozent gestiegen waren.

Kritik an der Ausnahme

Eine Ausnahme ist für reife, gut gepflegte Projekte vorgesehen; bestehende Apps auf Flathub sind ebenfalls nicht betroffen. Kritiker bemängeln allerdings, dass diese Ausnahme kaum transparent geregelt ist und vor allem Open-Source-Projekte trifft, weil proprietäre Anwendungen schlicht nicht auf KI-Nutzung überprüft werden können. Piotrowski selbst geht davon aus, dass die Richtlinie nicht lückenlos durchsetzbar ist, setzt aber darauf, dass sie zumindest den Strom an offensichtlichem Vibe-Coding eindämmt und Reviewern eine klare Grundlage für Ablehnungen gibt.

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