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Thunderbird mit neuem Release-Zyklus

Ab März 2025 wird der von Mozillas Tochterfirma MZLA Technologies Corporation entwickelte E-Mail-Client Thunderbird auf einen monatlichen Release-Zyklus wechseln und passt sich damit an den Zyklus von Firefox an. Bisher gibt es Hauptversionen nur einmal jährlich mit kleineren Bugfixes und Sicherheitsupdates, die zwischendurch veröffentlicht werden.

Neuer Release-Kanal

Neben dem ESR-Kanal gibt es bereits seit dem Frühjahr 2024 einen Release-Kanal, der ab Oktober 2024 mit monatlichen Updates offiziell auf der Downloadseite des Projekts verfügbar war. Das ist auch der Kanal, auf dem der vor einigen Tagen hier vorgestellte Thunderbird 134 bereitgestellt wird.

Mit der Veröffentlichung von Thunderbird 135 im März wird der Release-Kanal nun zum Standard-Download anstelle des derzeit voreingestellten Extended Support Release (ESR) Kanals. Das geht aus einer Veröffentlichung auf der Thunderbird-Webseite hervor.

Das bringt die folgenden Vorteile für die Nutzer:

  • Häufige Funktionsaktualisierungen: Neue Funktionen werden potenziell jeden Monat verfügbar sein, anstatt auf das jährliche ESR zu warten.
  • Reibungslose Übergänge: Der Wechsel von einer monatlichen Version zur nächsten ist weniger störend als die Aktualisierung zwischen ESR-Versionen.
  • Konsistente Fehlerbehebungen: Die Benutzer erhalten alle verfügbaren Fehlerkorrekturen und sind nicht wie bei der ESR auf Patch-Backports angewiesen.

Kein automatischer Wechsel

Wichtig zu wissen ist hierbei, dass Bestandsanwender weiterhin auf dem ESR-Kanal verbleiben, es sei denn, sie wechseln selbst auf den neuen Zyklus, der für Neueinsteiger automatisch gewählt ist.

20 % angestrebt

Bisher machen die Installationen im Release Channel lediglich 0,27 % der insgesamt 10.784.551 aktiven Installationen aus, die auf stats.thunderbird.net erfasst werden. Ein Ziel für das Jahr 2025 ist es, diese Zahl auf 20 % anzuheben. Dazu sollen Anwender im ESR-Kanal auf den neuen offiziellen Standard hingewiesen werden.

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4 Kommentare

  1. Schwierige Entscheidung. Ich meine, Email ist ja eine ausentwickelte Sache, die trotz aller Unkenrufe immer noch Relevanz hat. Beim Mailclients scheiden sich halt die Geister. Ich werde vermutlich beim ESR-Release bleiben, die hoffentlich weichen Änderungen im Jahreswechsel werde ich verkraften. Ob regelmässige kleine Änderungen besser sind? Keine Ahnung, aber das lässt sich ja auf einem zweiten PC testen.
    Fallback ist auf jeden Fall vorhanden, ich kann auch wieder mutt nutzen …

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  2. Ich freue mich über “rolling releases” bei den einzelnen Apps oder Programmen.
    Bei der Distribution an sich, setze ich aber auf LTS.

    Releases, die ein Jahr oder länger brauchen, können eine Software schnell ins Abseits stellen, da die Konkurrenz nicht schläft.

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